Individuelle Lösung

Vorsorgewerk mit individueller Wahl der Anlagestrategie

Die Lösung mit individueller Wahl der Anlagestrategie richtet sich zudem an Unternehmen, die ihren Führungskräften eine überobligatorische Vorsorge bieten wollen, bei der jeder einzelne Versicherte innerhalb des gesetzten Rahmens und der gesetzlichen Massgaben frei über die Anlage seines Vermögens entscheiden kann. Darüber hinaus ermöglicht diese Lösung den Unternehmen, die den internationalen Rechnungslegungsnormen IFRS / US GAAP unterliegen, ihre Verpflichtungen zu reduzieren und zugleich ihren Führungskräften attraktive und auf die individuellen Risikoprofile abgestimmte Vorsorgeleistungen anzubieten.

Heute freuen wir uns, Ihnen ankündigen zu dürfen, dass die FCT 1e, die kleine Schwester der FCT, 2018 das Licht der Welt erblickt hat! Als echte Pionierin in diesem Sektor bietet die FCT ihren Versicherten bereits seit vielen Jahren Vorsorgepläne mit individueller Wahl der Anlagestrategie, sog. „1e-Pläne“, an. Der Entschluss der FCT, ihre Position in diesem Bereich durch die Einrichtung einer neuen Stiftung, die sich ausschliesslich diesen Plänen widmet, zu stärken, kam daher nicht überraschend. Darüber hinaus entspricht er der Absicht des Gesetzgebers, die rein ausserobligatorische Vorsorge («1e»-Pläne) vom übrigen System per 1. Januar 2020 zu trennen.

Struktur und Organisation

Jedes angeschlossene Unternehmen bildet in der Sammelstiftung ein Versicherungskollektiv. Jedes Vorsorgewerk verfügt über eine eigene Vorsorgekommission. Diese ist nicht zwingend paritätisch zusammengesetzt, die Arbeitnehmenden müssen jedoch mit mindestens einer Person vertreten sein. Die Vorsorgekommission wählt:

  • ihren Vorsorgeplan oder ihre Vorsorgepläne
  • ihren Rückversicherer
  • ihre Depotbank oder -banken
  • ihren strategischen Vermögensberater (optional)
  • ihre Anlagestrategien (höchstens zehn Anlagestrategien, inkl. mindestens eine risikoarme Strategie)
  • ihren/ihre Vermögensverwalter

Vermögensverwaltung

Das Vermögen jeder versicherten Person wird gemäss dem gewählten Anlageprofil verwaltet. Das Anlageuniversum wird von der Vorsorgekommission im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben definiert. Die Vorsorgekommission betraut spezialisierte und von der Sammelstiftung genehmigte Geschäftspartner mit der Umsetzung der Anlageprofile (Depotbank und Vermögensverwalter).

Darüber hinaus hat die Sammelstiftung mit Bankinstituten verschiedene Anlageprofile festgelegt. Das Anlageuniversum und die Geschäftspartner (Depotbank und Vermögensverwalter), die die Anlageprofile umsetzen, werden gemäss Anlagereglement der Stiftung regelmässig überwacht. Die Versicherten können ihr Anlageprofil über die sichere Webplattform Employee Benefits Center (EBC) monatlich online anpassen. Jeder Versicherte bestätigt, dass er sich verpflichtet, das zur Verfügung gestellte Informationsmaterial zu lesen, dass er die mit der Wahl seiner Anlagestrategie verbundenen Anlagerisiken und Chancen versteht und akzeptiert, dass er seine individuelle Anlagestrategie wählt und überprüft, ob die vom Verwalter getätigten Investitionen der von ihm gewählten Strategie entsprechen.

Wertschwankungsreserve

Wegen ihrer besonderen Merkmale ist für Vorsorgewerke mit individueller Wahl des Anlageprofils keine Wertschwankungsreserve erforderlich.

Deckungsgrad

Die Versicherten übernehmen das Anlagerisiko, das mit dem individuell gewählten Anlageprofil einhergeht. Wird keine Wahl getroffen, gilt das Standartanlageprofil „Kapitalerhaltung“. Sie akzeptieren, dass sich die effektive Nettoperformance positiv oder negativ auf ihr individuelles Sparkonto auswirkt. Die Todesfall- und Invaliditätsrisiken werden zwingend rückversichert. Daher liegt der Deckungsgrad der individuellen Sparkonten und des Vorsorgewerks immer bei 100 %.

Vorsorgeplan

Das Vorsorgewerk mit individueller Strategiewahl ist eine Ergänzung des «Basisvorsorgeplans» mit individueller Sparlösung. Die Vorsorgekommission des Werks legt ihren Vorsorgeplan oder ihre Vorsorgepläne fest und wählt:

  • den Sparprozess
  • die Risikoleistungen
  • die Finanzierungsmethode

Verzinsung der Sparkonten

Die Verzinsung der Sparkonten entspricht der effektiven Nettoperformance des individuell gewählten Anlageprofils.

Umwandlungssatz

Die Altersleistungen werden in der Regel in Kapitalform ausbezahlt. Die Vorsorgekommission kann auch Altersrenten vorsehen (Einkauf der Todesfall- und Invaliditätsrisiken beim Rückversicherer).

Rückversicherung

Die Vorsorgekommission jedes Vorsorgewerks muss eine kongruente Rückversicherung der Todesfall- und Invaliditätsrisiken wählen, indem sie sich entweder für den von der FCT verwalteten Kollektivtarif oder für einen Einzelvertrag entscheidet, der in der Regel mit einem von der Sammelstiftung genehmigten Schweizer Versicherer abgeschlossen wird.